Selbstständige Nutzung im Mittelpunkt
Ein barrierefreies Bad soll Sicherheit, Orientierung und möglichst selbstständige Nutzung unterstützen. Die passende Lösung hängt von den persönlichen Anforderungen, der Wohnsituation und dem vorhandenen Grundriss ab. Deshalb sollte die Planung früh und individuell erfolgen.
Bewegungsflächen freihalten
Ausreichende Bewegungsflächen vor Dusche, Waschtisch und WC erleichtern die Nutzung. Türen sollten sinnvoll angeordnet und gut bedienbar sein. Wo der Grundriss knapp ist, kann eine neue Raumaufteilung oder die Anpassung einer Tür entscheidend sein.
Dusche sicher ausführen
- Möglichst schwellenarmer oder bodengleicher Zugang
- Rutschhemmende, pflegeleichte Oberfläche
- Gut erreichbare Armatur und Handbrause
- Sitzmöglichkeit je nach persönlichem Bedarf
- Fachgerechte Entwässerung und Abdichtung
Unterstützung vorbereiten
Haltegriffe müssen nicht immer sofort montiert werden. Sinnvoll vorbereitete Wandbereiche ermöglichen eine spätere sichere Befestigung. Auch die Höhe von WC, Waschtisch, Spiegel und Bedienelementen sollte auf die tatsächlichen Nutzerinnen und Nutzer abgestimmt werden.
Licht, Kontrast und Bedienung
Eine blendfreie Beleuchtung und erkennbare Kontraste verbessern die Orientierung. Armaturen, Schalter und Schrankgriffe sollten leicht erreichbar und einfach zu bedienen sein. Rutschige Teppiche oder schlecht erkennbare Stufen gehören nicht in ein sicher geplantes Bad.
Fachlich und vorausschauend planen
Barrierefreiheit ist mehr als eine einzelne bodengleiche Dusche. Lassen Sie Grundriss, technische Machbarkeit und individuelle Bedürfnisse gemeinsam prüfen. Bei besonderen gesundheitlichen Anforderungen sollten zusätzlich geeignete Fachpersonen einbezogen und die aktuell anwendbaren Vorgaben berücksichtigt werden.